Einander im Glauben an Jesus Christus stärken
Serie: | Bibeltext: Römer 1,16-17
Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): «Der Gerechte wird aus Glauben leben»
Römer 1,16-17.
Liebe Glaubensgeschwister
ein junger Mann stellt sich den Experten bei der Abschlussprüfung kurz vor und erwähnt dabei seine christliche Prägung, die er durch seine Eltern empfangen hat. So- fort hinterfragen die Experten den christlichen Glauben. Wir kennen alle solche Situationen, wo Menschen im Gespräch den christlichen Glauben bekämpfen oder belächeln. Paulus ermutigt uns, den Glauben an Jesus Christus zu bekennen. Er traut sich das Evangelium von Jesus Christus den Judenchristen, die über ihn lästern und auch den geistlich überheblichen Christen, die ihn verachten zu verkünden. Statt sich zu schämen und zu schweigen, hilft er Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus, Gottes Kraft zu erfahren und zu empfangen.
Gottes Worte setzen sich gegen den Widerstand durch
Oft gibt es Spannungen, wenn wir das Evangelium bezeugen. Es ist eine Einladung zum Glauben an den vom Tod auferstandenen Christus. Gottes Autorität steht hinter seiner Botschaft. Das Evan- gelium von Jesus Christus zeigt uns Gottes Kraft auf. In den Worten Jesu und in seinem Leben er- kennen wir Gottes Macht, die sich gegen allen Widerstand und gegen alles Unvermögen der Men- schen durchsetzt. Die Worte Jesu und gerade sein Tod am Kreuz zeigen uns die Kraft Gottes auf. In 1 Korinther 2,2-4 sagt Paulus: «Ich hatte mir vorgenommen, eure Aufmerksamkeit einzig und allein auf Jesus Christus zu lenken – auf Jesus Christus, den Gekreuzigten. Ausserdem fühl- te ich mich schwach; ich war ängstlich und sehr unsicher, als ich zu euch sprach. Was mei- ne Verkündigung kennzeichnete, waren nicht Überredungskunst und kluge Worte; es war das machtvolle Wirken von Gottes Geist». Der Inhalt der Verkündigung ist der gekreuzigte Chris- tus. Bei der Verkündigung vom Evangelium sind wir völlig auf Gottes Kraft und Wirken angewiesen. Wir brauchen dafür keinen rhetorischen Glanz. Der Glaube an Jesus Christus kommt aus der Kraft des Heiligen Geistes.
Rettung und wahre Bestimmung finden
Es geht Jesus Christus um unsere Rettung vor dem göttlichen Zorn und Gericht (Rö5,9f). Durch das Evangelium erfährt der Mensch, in welcher Gefahr er ist und wie er Rettung und wahres Leben empfangen kann. In 1.Thess 5,9-10 lesen wir: «Denn Gott hat uns dazu bestimmt, durch Jesus Christus, unseren Herrn, gerettet zu werden, und nicht dazu, im Gericht verurteilt zu werden. Christus ist ja für uns gestorben, damit wir, wenn er wiederkommt, für immer mit ihm leben – ganz gleich, ob wir bei seinem Kommen noch am Leben sind oder nicht». Bei der Verkündi- gung des Evangeliums geht es nicht um unsere Kraft. Es geht auch nicht um eine Überlegenheit im Denken und im Reden. Gott will uns durch die Worte und Taten Jesu und durch das Wirken seines Heiligen Geistes, in den Bereich seines ewigen Reiches aufnehmen.
Im Glauben von Gottes Kraft leben
Der Glaube an Jesus Christus wirkt sich als Antwort auf Gottes Kraft aus, die uns in seinen Worten begegnet. Das Evangelium überwindet alle gesetzlichen Unterscheidungen zwischen Juden und Heiden. Es zeigt uns, wie das Verhältnis zwischen Gott und Menschen gemeint ist: Jeder Mensch wird aus der Verlorenheit der Gottlosigkeit gerettet, wenn er Jesus Christus im Glauben als seinen Erlöser und Herrn annimmt. In Johannes 20,29 sagt Jesus Christus zu einem Jünger: «Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glau- ben»! Der christliche Glaube stützt sich mehr auf die Worte von Jesus Christus als auf Zeichen und Wunder. Die Botschaft des Evangeliums führt zur Rettung vor dem zukünftigen Gericht. Gehorsam, Glaube, Rettung und Leben gehören für Paulus zusammen. Der Glaube an Jesus Christus ist eine Frucht und Wirkung des Evangeliums, wenn wir uns von ihm bestimmen lassen. Gott ist auch Rich- ter über die Menschen. Das lesen wir in Vers 18: «Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her of- fenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten». Hier redet Paulus vom Zorngericht Gottes und nicht von seiner Gerechtigkeit. Im Evangelium redet Gott von seinem Ja zum Menschen. Nur dieses Ja Got- tes, das alle Ungerechtigkeit des Menschen überwindet, ist die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Es geht darum, dass wir Gottes Ja zu uns im Glauben erfassen und im Glauben leben. Wo wir uns im Glauben vertrauensvoll Jesus Christus unterstellen, erfüllt uns Gottes Geist, damit wir miteinander im Glauben leben.
Wie können wir im Glauben an Jesus Christus leben?
Dafür ist unsere Bereitschaft nötig, uns vertrauensvoll und rückhaltlos Gottes Handeln in Jesus Christus an unserem Leben zu öffnen. Im Gebet vertrauen wir unser Leben, Jesus Christus, unse- rem herrlichen Herrn und Erlöser an. Dadurch erfahren wir, wie Gottes Gnade in unserem Leben wirksam wird. Wir erfahren Erlösung durch seine Vergebung und werden von Gedanken, die uns belasten und fehlleiten befreit. Menschen sagen uns, nur nicht so viel von Jesus reden. Wir fragen zurück: Wer ist unsere Mitte im Leben? Jesus Christus, durch den Gott uns seinen Plan mitgeteilt hat. Und sein Plan ist es, unser Leben zu retten. Wir machen die Sorge Gottes um uns Menschen zum Thema: Christus hat sein Leben für uns hingegeben, damit wir erkennen: Du bist nicht von dir selbst, du bist von Gott deinem Schöpfer. Du hast dich vor Gott zu verantworten. Weil Jesus uns liebt, redet er mit uns durch seine Worte. Durch den Heiligen Geist macht er uns lebendig. Dadurch treffen wir uns in der Gemeinde, um einander im Glauben zu stärken. Dazu gehört die biblische Lehre als Grundlage für unser Leben. Wir setzen uns aber auch absichtslos füreinander ein. Dadurch bewährt sich der Glaube in den täglichen Begegnungen. Die Sorge um die Mitmenschen zeigt sich daran, dass wir uns auf sie einlassen und mutig am Auftrag des Evangeliums festhalten. Die ganze Gesellschaft sucht Ich-Stärke. Der Irrglaube besteht darin, dass wir uns das selber ge- ben können. Jesus Christus aber sagt uns: «Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeige- kommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium»! Jesus sagt, ändert euch, kehrt um. Lasst euch bedingungslos auf mich ein und gebt mir euer ganzes Vertrauen. Bei Jesus erfahren wir wahre Le- benshilfe. Mit ihm können wir unser Leben aufarbeiten. Er versteht uns, tröstet uns und gibt uns Kraft und Mut für die nächsten Schritte. Durch Christus finden wir unsere wahre Stärke und werden durch den Heiligen Geist mit den nötigen Gaben ausgerüstet. Durch die Worte des Evangeliums begegnen wir dem vom Tod Auferstandenen Christus. Durch seine Worte bringt er uns in letzter Tiefe Freude und Frieden in unser Leben
Amen.